Veröffentlicht am 9. Feb 2022

10 Tipps für Deine Hochbeet-Planung

Hochbeete sind voll im Trend. Egal ob selbst gebaut oder gekauft, aus Paletten, Holz, Metall oder Plastik, direkt auf dem Boden oder auf Füßen – Hochbeete sind aus unseren Gärten und von unseren Balkonen kaum noch wegzudenken.


Mit diesen 10 Tipps gelingt dir eine reiche Ernte mit deinen Hochbeeten:

Die Größe

Für ein Hochbeet findet sich überall ein bisschen Platz. Es muss kein riesiges Beet mit zwei Metern Länge oder mehr sein. Das Gegenteil ist der Fall – denn kleinere Beete sind leichter zu bewirtschaften. Um von allen Seiten gut an die Pflanzen heranzukommen, sind kleinere Hochbeete wesentlich einfacher in der Handhabung als Große. Auch die Pflanzplanung wird durch kleinere Beete vereinfacht, da hier mit ganz klar abgetrennten Bereichen geplant werden kann. Zwischen den Hochbeeten kann ein hübscher Weg angelegt werden, oder auch ein Platz zum Genießen. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.


Kuschelig warm

Um im Frühling schon zeitig mit dem Anbau beginnen zu können und die Saison in den Herbst hinein zu verlängern empfiehlt sich ein Frühbeet-Aufsatz für das Hochbeet.
Für einige Hochbeete gibt es feste Varianten, die auf das Beet aufgesetzt werden können – das ist aber im Zweifelsfall eine sehr teure Lösung.
Ein einfaches Frühbeet zum zusammenstecken ist völlig ausreichend – die Größe des Aufsatzes sollte zur Größe des Hochbeetes passen oder kleiner sein, damit keine Lücken entstehen, durch die Zugluft an die Jungpflanzen kommt.

Der Standort

Hochbeete heizen sich durch die größere Angriffsfläche in der Sonne wesentlich schneller auf, als normale Beete. Ein halbschattiger Standort ist daher optimal.
Wer mehrere Hochbeete hat, kann hier auch ein bisschen variieren und die Beete auf sonnig, halbschattig und schattig verteilen. Das bringt den Vorteil, dass die Pflanzen optimal nach ihren Ansprüchen gruppiert werden können.
Ein Hochbeet im vollsonnigen Bereich benötigt aber natürlich mehr Aufmerksamkeit und Wasser als ein schattiges Beet.

Das Material

Woraus das Hochbeet gebaut wird, ist eine viel diskutierte Glaubensfrage. Grundsätzlich muss jeder für sich selbst entscheiden, welche Hochbeet-Art besser passt. Ob nun aus Holz, Paletten, Metall oder im Zweifelsfall Plastik ist eine Frage der eigenen Wünsche und Einstellungen, der finanziellen Möglichkeiten und der eigenen Ansprüche. Bei Plastikhochbeeten sollte darauf geachtet werden, dass keine Weichmacher im Material enthalten sind.

Die Füllung

Wer viel teures Geld investieren möchte, kauft Hochbeet-Füllung im Gartencenter.
Das ist aber – vor allem für die unteren Schichten – nicht nötig.
Eine dicke Schicht aus Ästen und Reisig bildet die unterste Ebene im Hochbeet. Wer keine eigenen Hecken zum Schneiden hat, kann beim örtlichen Bauamt anfragen, wann der nächste Grünschnitt anfällt und sich dort bedienen. Die nächste Schicht bildet Kompost und Rasenschnitt – hier kann man sich am eigenen Kompost bedienen oder diesen bei einer Sammelstelle vor Ort abholen. Kompost ist auch in Säcken im Gartencenter erhältlich, dort jedoch relativ teuer und im Frühjahr heiß begehrt.
Die oberste Schicht besteht aus lockerer, gut gedüngter Erde. Ich achte hier auf eine hohe Wasserspeicherfähigkeit und Langzeitdünger. Eine Mischung aus torffreier Gemüseerde und Kokoserde hat sich gut bewährt.
Heißer Tipp: Schichten aus Tongranulat, Perlit und Co. helfen beim Wassersparen!

Die Seiten nutzen

Das Hochbeet besteht nicht nur aus der inneren Anbaufläche. Auch die Außenseiten können sinnvoll genutzt werden.
Blumenkästen, Hacken für Werkzeug, schmale Regenrinnen zum Wasser sammeln und Co. sind leicht umsetzbar.
Palettenhochbeete bieten zudem die Möglichkeit, die äußeren Wände in Blumenkästen umzubauen. Hier gibt es bereits fertige Einsätze, die jedoch sehr klein sind und den Pflanzen wenig Platz bieten. Mein Tipp: Auf der mittleren Reihe ein Holzbrett befestigen und die Seiten ebenfalls bis zur Mitte mit Holz verschließen. Die dadurch entstandenen Pflanzkästen mit Gartenvlies auskleiden und mit Tongranulat und Erde befüllen – so fühlen sich vor allem Kräuter und Erdbeeren viele Jahre wohl.

Nach oben keine Grenzen

Mindestens eine Seite meiner Hochbeete bekommt jeweils ein Rankgitter – das lässt sich einfach und kostengünstig umsetzen, z. B. mit zwei Pfosten und einem Scherenspalier dazwischen. Kletterpflanzen können somit super im Hochbeet angepflanzt werden. Durch die Ausweichmöglichkeit nach oben wird im Beet weniger Platz benötigt.
Ist das Rankgitter an der Sonnenseite, kann es zudem als Sonnenschutz genutzt werden, wenn es gut berankt ist.

Die Bewässerung

Durch die höhere Temperatur im Hochbeet wird auch mehr Feuchtigkeit benötigt.
Schon bei der Hochbeetplanung sollte daher über die Bewässerung nachgedacht werden.
Kleine Bewässerungsanlagen gibt es mittlerweile schon für einen schmalen Taler. Wer allerdings keinen Wasser- oder Stromanschluss in direkter Nähe hat, kann die folgenden Tipps ausprobieren:
Unsere Hochbeete beinhalten Schichten aus Perlit und Tongranulat. Beide speichern Wasser und geben es über einen längeren Zeitraum ab.
Bei der verwendeten Erde sollte auf eine gute Wasserspeicherfähigkeit geachtet werden. Kokosfasern sind hier eine sehr gute Lösung.
Als Bewässerungslösung haben wir uns für Olla’s entschieden – die Tongefäße können ganz einfach selbst hergestellt werden und geben das eingefüllte Wasser über einige Stunden oder sogar Tage an die Pflanzen ab. Das spart Wasser und auch Kosten – denn Tontöpfe können oftmals in Tauschportalen gebraucht erstanden werden.

Der Dünger

Jährlich eine Schicht Kompost und Blätter, darauf eine Schicht frische Erde. Das hilft schon sehr viel. Dazu verwende ich im Frühjahr einen Langzeitdünger auf natürlicher Basis, z. B. aus Klee, Pferdedung oder Schafwolle (alle drei sind als Pellets erhältlich). Während der Saison dünge ich mit Flüssigdünger. Da das Hochbeet meist dicht bepflanzt ist, lässt sich dieser einfach anwenden.

Platz für alle

Was wäre ein Garten ohne Insekten? An den Außenseiten des Hochbeetes kann ganz leicht ein Insektenhotel angebracht werden. Zwischenräume an den Paletten können mit Bambusröhrchen befüllt werden und somit als Nisthilfe dienen.
Am Fuß des Hochbeetes sehen Blühpflanzen sehr schön aus und bieten Nahrung und Unterschlupf. So wird das Hochbeet nicht nur zum Anbau genutzt, sondern ein Lebensraum für alle.

GartenMiezMaria

Wie schön, dass Du zu mir gefunden hast! Ich heiße Maria, bin 30 Jahre alt und lebe in der Nähe von München.
Hier erfährst du, wie du mit einfachen Tipps nachhaltiger und umweltbewusster leben kannst, wie du auch mit wenig Platz die Natur in dein Zuhause holst und dich vielleicht sogar ein Stück weit selbst versorgen kannst!
In meiner Rubrik “Gartengeschichten” findest du zudem Inspirationen aus anderen Gärten und Herzensprojekten, die dich begeistern werden!

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