Unser kleiner Garten – große Träume 🌿
Als wir in unsere Reihenhaus-Wohnung gezogen sind, war schnell klar: Unser Garten ist klein. Gerade einmal 30 stark vernachlässigte Quadratmeter, direkt am Haus – und die nächste Herausforderung ließ nicht lange auf sich warten. Die Bodentiefe beträgt nur etwa 30 cm, denn darunter befindet sich bereits die Tiefgarage.
Anfangs hat mich das ehrlich gesagt ziemlich überfordert. Gemüse anbauen? Stauden pflanzen? Lebensraum für Insekten schaffen? Geht das denn überhaupt? Denn in den Nachbargärten war überall nur Rasen zu sehen, sonst nichts.
Heute weiß ich: Ein kleiner Garten ist kein Nachteil – er braucht nur clevere Lösungen. In diesem Beitrag teile ich meine besten Tipps, die sich bei uns wirklich bewährt haben.
Tipp #1: Hochbeete nutzen – Struktur, Tiefe und Komfort
Hochbeete sind für kleine Gärten ein absoluter Gamechanger. In unserem kleinen Garten haben wir gleich zwei Hochbeete untergebracht und so den Garten in Bereiche unterteilt.
Sie helfen uns gleich mehrfach:
- als klare Abgrenzung zum restlichen Garten
- um trotz geringer Bodentiefe optimale Pflanztiefe zu schaffen
- für bessere Erde, die genau auf die Pflanzen abgestimmt ist
- und ganz nebenbei: rückenschonendes Gärtnern 💚
Extratipp: Unser Hochbeet hat direkt einen Aufbau als Frühbeet und Sturmschutz bekommen – so können wir die Gartensaison verlängern und im Februar bereits aussäen und bis zum Frost ernten. Wie wir das konstruiert haben, seht ihr in unseren Youtube-Videos.
Tipp #2: Vertical Gardening – in die Höhe statt in die Breite

Wenn der Platz am Boden knapp ist, wird eben in die Höhe gebaut. Dabei braucht es oft ein bisschen mehr Kreativität als beim bloßen Hochbeetbau im kleinen Garten. Die Ergebnisse sind es aber immer wert 🙂
Vertical Gardening….
- nutzen den vorhandenen Platz maximal aus
- eignen sich hervorragend als Sichtschutz
- bringen viel Grün, ohne wertvolle Fläche zu blockieren
Wir haben verschiedene Varianten des vertical Gardenings für uns ausprobiert und können einige Ideen besonders gut empfehlen. Unsere Erdbeeren wachsen zum Beispiel seit einigen Jahren im Erdbeerturm „Sissi Strawberry“. Wir haben uns für die Farbe weiß entschieden. Auch wenn der Turm so etwas anfälliger für Schmutz ist, wird er doch nicht so heiß, denn er steht bei uns in der prallen Sonne.
Kartoffelanbau im kleinen Garten dank Kartoffelturm
Kartoffeln ziehen wir im kleinen Reihenhausgarten im Kartoffelturm „Paul Potato“ auf 5 Ebenen. So können wir jedes Jahr einige Kilo Kartoffeln ernten.
Sind die Triebe zum Ende der Wachstumsperiode sehr lang, braucht er relativ viel Platz und sieht etwas unordentlich aus. Darum haben wir ihn auf eine fahrbare Platte gestellt und einen kleinen Käfig aus Rankgittern darum gebaut. So braucht er wesentlich weniger Platz und ist mobil – wir können den Raum also optimal nutzen.
Tomaten als Sichtschutz für kleine Gärten
Unsere Tomaten wachsen mittlerweile im gemauerten Beet im Freiland, waren aber auch schon in breiten Kübeln zu finden. Damit sie darin guten Halt haben, haben wir uns statt für die bekannten Stützstäbe ebenfalls für Rankgitter entschieden. Daran haben wir die Tomaten dann entlang geführt. So hatten sie einen stabilen Stand und wir haben damit gleichzeitig einen pflegeleichten Sichtschutz für die Terrasse bekommen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Tomaten am Gitter breiter aufgestellt sind und so nach dem Regen schneller abtrocknen. Damit sind sie weniger anfällig für Pilzkrankheiten. Win win also!
Stangenbohnen wachsen bei uns direkt neben dem Hochbeet und können einfach am Beet hochranken. Das spart uns ein Rankgerüst, für welches wir keinen Platz haben und beschattet uns gleichzeitig das Hochbeet. So benötigen wir weniger Wasser und die Pflanzen haben weniger Stress.

Natürlich haben wir auch ein ganz normales Vertikalbeet aus Holz auf der Terrasse. Wir lieben hier das Stecksystem von Bloomify. Es wird ohne Werkzeug aufgebaut, steht super sicher und ist auch noch hübsch anzusehen. Besonders Kräuter, Erdbeeren oder Salate fühlen sich hier richtig wohl.
Auf alle Produkte von Bloomify spart ihr mit meinem Code „LETSGROW-898“ übrigens 10%! 🙂
Tipp #3: Beetbegrenzungen nutzen, um die Bodentiefe zu erhöhen

Unser kleiner Garten liegt direkt über der Tiefgarage. Dazwischen sind nur ca. 30 cm Erde und die Drainageschicht. Keine optimalen Bedingungen zum Gärtnern also – aber davon wollten wir uns nicht abschrecken lassen.
Unsere kreative Lösung für Gärten mit diesem Thema: Höhere Beetbegrenzungen
Mit Beetbegrenzungen aus Holz, Metall oder Stein lässt sich:
- die vorhandene Fläche aufschütten
- zusätzliche Bodentiefe schaffen
- und gleichzeitig eine klare Struktur in den Garten bringen
So entstehen „Mini-Beete“ mit deutlich mehr Wurzelraum. Auch die Qualität der Erde konnten wir so gut steuern und haben mit guter Erde und Kompost von Floragard aufgefüllt. Wo vorher nur Staub, Stein und Sand war, haben wir nun ein phantastisches Bodenleben mit vielen Mikroorganismen, Würmen, Asseln und Co.
Extratipp: Durch die Beetbegrenzungen schaffen wir nicht nur für uns eine klare Struktur, sondern auch für unseren Hund Rocky. Seitdem wurde er im Beet nicht mehr gesehen 🙂
Tipp #4: Blickachsen schaffen – der Garten wirkt größer

Einer unserer besten Tipps für kleine Gärten ist das Schaffen von Blickachsen.
Und so klappt’s:
- unterschiedliche Pflanzenhöhen
- abwechslungsreiche Farben und Blattstrukturen
- gezielt platzierte Highlights
So wirkt der Garten automatisch größer und spannender. Das Auge wandert, entdeckt ständig Neues und wird gefordert. So kann auch ein kleiner Garten viel zum Entdecken bieten und wirkt damit wesentlich größer.
Leicht umsetzen lässt sich das mit kleinen Elementen wie verschiedenfarbig blühenden Sträuchern, Beeteinfassungen aus unterschiedlichen Materialien und Eyecatchern wie Wind- und Lichtspielen aus natürlichen Materialien.
Tipp #5: Mobile Beete – flexibel bleiben
Ich mag feste Strukturen. Aber im kleinen Reihenhausgarten liebe alles, was beweglich ist. Flexibilität ist das Zauberwort und hat sich für uns bewährt.
Mobile Lösungen wie:
- ein Kartoffelturm auf Rädern
- unterschiedlich große Pflanztöpfe
- rollbare Hochbeete
- zusammenklappbare Gartenmöbel
machen es möglich, den Garten je nach Saison oder Bedarf neu aufzuteilen. Sonne hier, Platz da – alles kein Problem.
Tipp #6: Auch an Insekten denken 🐝
Ein kleiner Garten kann und muss trotzdem ein großartiger Lebensraum sein. Und zwar nicht nur für uns, sondern auch für unsere kleinen Mitbewohner wie Wildbienen, Honigbienen, Schmetterlinge, Asseln, Hummeln und Co.
Schon mit wenig Platz lassen sich:
- Wildbienenhotels aufhängen
- kleine Steinecken anlegen
- Totholz integrieren
- und Rückzugsorte für Marienkäfer & Co. schaffen

Das bringt nicht nur Leben in den Garten – sondern hilft auch der Natur. Außerdem sind sie einfach schön anzusehen 🙂
Ich möchte das ständige Summen und Brummen in unserem kleinen Garten nicht mehr missen.
Fazit: Klein, aber voller Möglichkeiten
Ein kleiner Garten an der Wohnung oder am Reihenhaus ist kein Grund, ihn nicht optimal zu nutzen und vor allem zu genießen.
Mit den richtigen Ideen, etwas Planung und viel Liebe zum Detail lässt sich auch auf wenigen Quadratmetern unglaublich viel erreichen. Übrigens: Die meisten Tipps lassen sich auch super auf dem Balkon oder der Dachterrasse umsetzen!
Unsere besten Tipps haben wir auf unserem Youtube-Kanal und hier im Blog für euch zusammengefasst.
Schaut auch unbedingt bei unseren Rabatten & Kooperationen vorbei und entdeckt ein großes Sparpotenzial für euer nachhaltiges Leben und euren Garten!









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